Soziale Exekution – Der Fall Kachelmann

14. Oktober 2010 5 Kommentare

Die Verleumdung ist wie Kohle: auch wenn sie nicht brennt, so schwärzt sie doch…

Es gibt kein Pro und kein Kontra… kein schuldig und kein unschuldig, bis nicht ein Gericht geklärt hat, was wirklich vorgefallen ist und solange kein Urteil gefällt wurde. Dass dies jedoch bereits in der Öffentlichkeit geschehen ist, ist nicht von der Hand zu weisen. Dass ein Jörg Kachelmann, egal wie das Urteil aussehen wird, schon jetzt ein gebrochener Mann ist und selbst nach einem eventuellen Freispruch nie wieder in der Medienwelt Fuß fassen wird, ist ein Fakt. Was hier geschieht, ist eine soziale Exekution. Dies betrifft nicht nur Herrn Kachelmann, sondern auch das mutmaßliche Opfer.

Auch wenn viele im Netz und in der allgemeinen Medienwelt meinen, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben, finde ich die momentane Hatz um den Meteorologen Jörg Kachelmann beinahe schon kriminell. Gleichfalls die Hatz gegen das mutmaßliche Opfer, die in sozialen Netzwerken ein unerträgliches Ausmaß annimmt, wo jeder, der meint Bescheid zu wissen, seinen unsozialen und dummen Senf dazu gibt. Da ist man mittendrin, da ist man dabei – auch wenn das Gericht die Pforten an den Verhandlungstagen schließt. Als Otto-Normal verschießt man dann sein unangebrachtes Gesülz auf Facebook, hetzt gegen das Opfer oder lässt sich gegen Kachelmann aus. Ich frage: Mit welchem Recht?

Der Krimi Kachelmann live und jeder darf dran teilhaben. Da ist sich auch eine Alice Schwarzer plötzlich nicht zu schade, ausgerechnet für die BILD Zeitung über den Kachelmann Prozess zu berichten – als Frauenrechtlerin, klar… gegen einen mutmaßlichen Vergewaltiger. Dass Frau Schwarzer 2003 noch in ihrer Zeitschrift Emma (Wie BILD so richtig baden ging) gegen die „frauenverachtende und sexistische Bild-Zeitung“ wetterte, weil sie mit einer 20jährigen Zahnarzthelferin, halb nackt und mit dem Spruch „Mein Rekord liegt bei acht Stunden“ für ihre neue Serie „Neue Geschichten aus dem Bettkästchen “ warb, scheint längst vergessen. Vom Aufruf zur sexuellen Gewalt war die Rede, frauenverachtend, sexistisch. Ist es glaubwürdig, dass eine Frau Schwarzer nun plötzlich für genau dieses Medium, das diesbezüglich sein Konzept in keiner Hinsicht geändert hat, über den Kachelmann-Prozess berichtet? Tja,… Bild dir deine Meinung…!!!

Welche Intentionen Frau Schwarzer verfolgt… ich möchte ihr nichst unterstellen, aber mit Schwarzer-Statement wie: „Vielleicht geht Ihnen aufgrund Ihrer Sexualpraktiken aber auch alles durcheinander. Vielleicht wissen Sie gar nicht, dass das kein Spielchen ist, wenn eine Frau im Ernstfall Nein sagt, sondern Ernst. Und übrigens: Auch nette Männer vergewaltigen manchmal, Kollege Kachelmann. Leider“ ist wohl alles gesagt. Dies war eine Privatmail von Frau Schwarzer an Herrn Kachelmann, wobei Frau Schwarzer es sich nicht nehmen ließ, Teile davon öffentlich zu machen. Warum?

Eine faire, unvoreingenomme und vorurteilsfreie Berichtserstattung sieht für mich anders aus. Aber das war es in meinen Augen auch von Beginn an nicht. Vor den Verhandlungen, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehalten werden, warten Horden von Journalisten vor dem Gericht und versuchen im Wageninneren mit ihren Teleobjektiven irgendeine Regung Kachelmanns einzufangen, die hinterher bis ins Detail von selbsternannten Hobbypsychologen auseinander genommen und interpretiert werden. Auch vom Opferschutz kann keine Rede sein. Es existieren zahlreiche Fotos des mutmaßlichen Opfers, deren Adresse veröffentlicht wurde, die Morddrohungen erhielt. Statistisch gesehen werden nur 15 bis 20% der Vergewaltigungen überhaupt zur Anzeige gebracht. Das weiss im übrigen auch eine Frau Schwarzer, die sich dann trotzdem als Frauenrechtlerin an so einer Medienhatz beteiligt, sie somit auch öffentlich macht und vielen Frauen somit den Mut nimmt, Anzeige zu erstatten. Auch wenn sie in der Sendung „Anne Will“ tönt, ihr Einsatz wäre wichtig, damit dem Opfer Gerechtigkeit widerfahre.

Ich bin der Meinung, beiden Parteien müsse Gerechtigkeit widerfahren. Und auch nach dem Urteilsspruch sind nicht wir für die Gerechtigkeit zuständig, sondern das Gericht, der Richter, die Schöffen. Niemand von uns hat das Recht, für oder gegen Kachelmann zu plädieren, und niemand hat das Recht, für oder gegen das mutmassliche Opfer zu plädieren. Wenn so eine Verhandlung schon unter Asschluss der Öffentlichkeit abgehalten wird, dann würde ich mir wünschen, dass dies vom Beginn bis zum Ende des Prozesses gilt. Wir haben Pressefreiheit, ja, und auch Meinungsfreiheit. Aber Derartiges hat in den Medien nichts verloren. Ich würde mir wünschen, dass zukünftig solche Prozesse nicht eher öffentlich gemacht werden, bis ein Urteil gefällt wurde. Ein Verstoß seitens der Presse dagegen sollte streng sanktioniert werden. Diese Medienhatz finde ich unerträglich. Die sexuellen Neigungen eines Herrn Kachelmanns gehen niemanden etwas an, und aus diesen ist auch nicht zu schliessen (wie es Frau Schwarzer wohl gerne täte), dass ein Mann, der derartige Sexualpraktiken praktiziert, auch gleichzeitig vor Vergewaltigung nicht zurückschreckt. Das ist blanker Unsinn. Ich finde dieses Prozess menschenunwürdig – in Hinsicht auf beide Parteien – auch auf die des mutmasslichen Opfers. Es gibt in diesem Prozess keine Neutralität mehr. Dabei wäre die so wichtig….

Kategorien:Medien, Meine Meinung

Viel Geld für nix… Abzocke mit leeren Kartons auf ebay

13. September 2010 8 Kommentare

logoEbay x45Als eine sehr liebe Freundin auf ebay.de vermeintlich ein Sony Ericson ersteigerte und nichts weiter erhielt als einen leeren Karton, machten wir beide uns ein wenig neugierig auf die Suche und waren geschockt, mit welcher Masche (nicht erst seit gestern) dort Unsummen (wir haben Auktionen mit bis zu 770 € Gebot gesehen) abgezockt werden und die Unkenntnis der Käufer ausgenutzt wird.
Die Anzeigen sind derart clever hergerichtet, dass man erst beim sehr genauen Hinsehen und Studieren der Anzeige erkennt, dass es sich nicht um den Inhalt eines Kartons handelt wie z.B einer Wii, einem Handy oder einer Playstation, sondern lediglich um die Verpackung dessen.

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Dass die Aufmachung der Anzeige dem Käufer auf dem ersten Blick suggerieren soll, es handelt sich bei dem zu ersteigernden Produkt um ein original verpacktes Apple iPhone, liegt klar auf der Hand. Das Kürzel OPV steht eigentlich für original verpackt. Hier aber steht es lediglich für Originalverpackung, soll heissen, hier wurde ein Käufer arglistig gestäuscht und er hat 335,00 € für einen lumpigen, leeren Karton gezahlt. Erst im weiteren Verlauf der Anzeige ist zu lesen: Sie bieten hier auf eine Original iPhone 4 16 GB OVP. Lediglich der Artikel „eine“ läßt hier erraten, dass es sich um die Verpackung handelt und nicht um das iPhone an sich. Da die Anzeige sowieso vor Rechtschreibfehlern wimmelt, was wohl auch beabsichtigt ist, suggeriert dies dem Käufer, dass es sich lediglich um ein Verschreiben handelt. Kann ja passieren, gell…

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So oder ähnlich sehen viele Anzeige der Ebay-Abzocker aus, die nichts weiter wollen als abkassieren und somit auf die Unaufmerksamkeit einiger Käufer hoffen.

Solche Anzeigen finden sich genüge bei ebay. Folgendes solltet ihr beim Ersteigern und Mitbieten beachten.

  • Lest die Anzeige aufmerksam und genau durch, lasst euch Zeit. Auch wenn sich das Angebot kurz vor dem Auslaufen befindet, biete lieber nicht mit, solange ihr nicht ganz genau gelesen habt, um was es sich beim angebotenen Artikel wirklich handelt. Habt ihr Fragen, stellt sie dem Verkäufer. Antwortet er ungenau oder gar nicht, lasst die Finger davon. Ein seriöser Verkäufer stellt sich den Fragen seiner Kunden und gibt genau Auskunft.
  • Schaut auf die Kategorie. Hier meint der Verkäufer, sich selbst absichern zu können. Das Produkt steht hier unter: Handy-Organizer -> Handy-Zubehör -> Für Apple -> Sonstiges. Es ist also korrekt einsortiert und soll den Verkäufer vor späteren Reklamationen schützen. Viele schauen da nicht genau hin, da man den Suchbegriff zumeist auf der Ebay-Eingangseite abgibt und Ebay alles raussucht, was mit dem Begriff zu tun hat. Es grast auch alle Unterkategorien ab. Meist fällt das dem Käufer erst hinterher auf.
  • Immer sehr wichtig – achtet bitte auf die Bewertungen der Verkäufer. Die haben ihren Sinn. Ebay hat das nicht aus Jux und Dallerei eingeführt, sondern um dem Käufer einen Überblick zu verschaffen, mit wem er es zu tun hat. Sie sind ausschlaggebend, ob es sich um einen seriösen Verkäufer handelt oder nicht. Der/die Verkäufer(-in) in der oben abgebildeten Anzeige hat 80% – in diesem Fall sollte man davon absehen, bei seinen/ihren Angeboten mitzubieten.
  • Wenn möglich und wenn vom Verkäufer angeboten, zahlt mit Paypal. Ich weiss, dass dieses Zahlungssystem von vielen angeprangert wird, jedoch ist es bei ebay die einzige Möglichkeit, sein Geld zurück zu bekommen. Bei Ersteigerungen in den höheren Preislagen würde ich immer vorher schauen, ob Paypal angeboten wird. Viele Verkäufer geben in ihrem Profil allerdings Paypal als Zahlungsmethode an, nach der Ersteigerung will man zahlen und stellt fest, dass der Verkäufer gar kein Konto besitzt. An dieser Stelle (einen solchen Fall hatte ich gerade) schreibt den Verkäufer an und bittet, die Ware auf Rechnung zuzusenden. Tut er es nicht, tretet vom Verkauf zurück. Da er Paypal angab und keines besitzt, dürfte der Rücktritt rechtens sein, da ihr auf Käuferschutz pochen könnt.
  • Viele dieser Kartonversteigerungen laufen nur einen Tag und dies ist groß in der Anzeige angegeben. Das soll den Käufer animieren, so schnell wie möglich sein Gebot abzugeben, ohne groß den Verlauf der Anzeige zu lesen. Zudem schützt es dem Verkäufer davor, dass Ebay bei Meldung die Anzeige löscht – das dauert bis zu 24 Stunden (siehe weiter unten).

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  • Zumeist steht in der Anzeige „Bietet Platz für...“ – wirklich sehr, sehr klein geschrieben und darunter die Produkte, die sich dann definitiv nicht im Karton befinden werden.ebayabzocke2

Falls es dann doch passiert sein sollte, dass ihr einen Karton ersteigert habt, nicht den Kopf hängen lassen. Auch wenn viele Abzocker androhen, dass sogenannte Spaßbieter 80% des Auktionspreises zahlen müssen… völliger Unsinn.

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Auf der Internetseite www.frag-einen-anwalt.de ist zum Thema folgendes zu lesen:

Zitat (Quelle: frag-einen-anwalt.de)

  • Zunächst ist ein wirksamer Vertrag zu Stande gekommen. Da Sie sich jedoch in einem Irrtum befunden haben, können Sie ihre Willenserklärung, d.h. Ihr Gebot wegen eines Eigenschaftsirrtums (§119 Abs. 2 BGB) abgegeben haben, anfechten. Sie irrten über eine verkehrswesentliche Eigenschaft des ersteigerten Gegenstandes.
    Verpackung statt MacBook. Sie müssen Ihre Vertragserklärung unverzüglich, d.h. ohne schuldhaftes Zögern, nach Kenntnis des Irrtums anfechten. Dadurch gilt der Vertrag rückwirkend als nicht geschlossen.
  • Sie können den bezahlten Kaufpreis zurückverlangen, da der Verkäufer diesen nach Anfechtung ohne rechtlichen Grund erlangt hat, §§ 812 ff. BGB.
    Sie müssen im Gegenzug die Verpackung zurücksenden.
  • Jedoch haben Sie den Schaden zu ersetzen, der dem Verkäufer entstanden ist, weil er auf die Wirksamkeit Ihrer Erklärung vertraut hat, § 122 Abs. 1 BGB.
    Das sind z.B. die Versandkosten und die ebay-Gebühren.
  • Ihre Schadensersatzpflicht besteht aber nicht, wenn der Verkäufer den Grund der Anfechtbarkeit kannte oder kennen musste, § 122 Abs. 2 BGB.
    Wegen der Gestaltung der Auktion (unbefangen kann man davon ausgehen, dass ein MacBook versteigert wird in Originalverpackung) musste der Verkäufer die Anfechtbarkeit kennen.
    Ein Schadensersatzanspruch entfällt damit.
    Sie müssen jedoch beweisen, dass der Verkäufer die Anfechtbarkeit kennen musste.
  • Die Chancen, das Geld zurückzuerhalten, stehen gut.

Für einen seriösen Verkäufer schickt es sich nicht, sein Produkt in einem schlechten und fehlerhaften Deutsch anzubieten, die Anzeige mit Eyecatchern zu füllen, sodass das Augenmerk vom Wesentlichen ablenkt und den Käufer täuscht. Wenn ein Karton und nicht der Inhalt verkauft wird, kann man es genauso schreiben und nichts weiter.

Sollte ihr solche Anzeigen finden, könnt ihr diese bei ebay.de melden. Bei jedem Angebot seht ihr rechts unter den Verkäuferangaben das Feld „Melden„. Ein Klick und die Sache wird von ebay geprüft und gelöscht. Leider dauert das immer bis zu 24 Stunden, daher wohl auch die Masche vieler Verkäufer, die Produkte nur einen Tag lang anzubieten.

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Mit einen der teuersten Kartons – obwohl aus der Anzeige eindeutig hervorgeht, dass es sich nicht um den Inhalt – in diesem Fall wieder ein iPhone – handelt sondern wirklich nur um die Verpackung, fand ich hier.

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Sollte aus der Anzeige – wie bei der obenstehenden – genau hervorgehen, dass es sich lediglich um den Karton, die Umverpackung oder die Originalverpackung handelt, seid ihr zahlungspflichtig. Es ist ein Kaufvertrag zustande gekommen. Der Rücktritt vom Kauf ist also nicht immer rechtens. Darum lest die Angebote aufmerksam durch und fragt nach, wenn etwas unklar ist.

Mehr zum Auktionsrecht lest ihr hier: Auktions-FAQ

Also – Freunde, lest euch die Anzeigen genau durch. Auch wenn ihr gute Chancen habt, das Geld zurück zu bekommen, den Ärger kann man sich sparen. Ich bin schon viele Jahre auf ebay.de unterwegs und habe bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht. Ebay macht Spaß und so sollte es auch bleiben. Man kann gute und günstige Schnäppchen machen, wenn man denn ein bisschen auf der Hut ist, sich die Zeit nimmt, genau zu lesen, seinen gesunden Menschenverstand einsetzt und sich kein X für’n U vormachen lässt. In diesem Sinne… eins, zwei, drei… meins :-)

Kategorien:Alltag, Ebay, Sonstiges

Windows 7 (1)

11tech windows7xp

Ich hatte lange überlegt, ob ich mir das neue Betriebssystem von Windows kaufe und installiere, war ich doch mit meinem Vista – nach langem Umgewöhnen – einigermaßen zufrieden. Nur das langsame Hochfahren sowie das schleppende Starten der Programme, insbesondere der Office Programme wie Word, Outlook usw. hat mich immens gestört.

Noch ein Aspekt hat mich dazu bewogen, Windows 7 zu kaufen. Mein HP Pavilion dv6710ew wurde damals, als ich ihn kaufte, nur mit eine Recovery Versionen ausgeliefert, die viel Platz auf der Festplatte einnahm. Ein neues und zudem schlankeres Betriebssystem kam mir gerade recht.

Ich bestellte bei Amazon – Windwos 7 die 32 Bit OEM Version, zwei Tage später war es da und ich begann sofort mit der Installation.

Ich habe bewusst die Neuinstallation gewählt anstatt das Upgrade, und würde es auch genauso weiterempfehlen. Nicht nur vom zeitlichen Aufwand gesehen (die W7 Neuinstallation dauert nicht mal eine halbe Stunde/ das Upgrade zwischen drei und vier Stunden) ist die Neuinstallation anzuraten, sondern auch, um eventuellen Problemen, von denen man immer wieder beim Upgrade liest, aus dem Weg zu gehen. Und mal ehrlich, es geht doch nichts über einen frisch formatierten und neu bespielten PC… ich mag das.

Eine genau Anleitung zur Installation (obwohl die eigentlich selbstklärend ist) findet ihr hier: Anleitung

Den Windows Upgrade Advisor vorher testen zu lassen, ob das System geeignet ist, würde sich sicherlich für ältere PCs/Notebooks als hilfreich erweisen.

Die Installation dauerte etwa 20 Minuten, verlief reibungslos, allerdings hatte ich die falsche Partition angegeben ( rumgeträumt) – also nochmals alles von vorne. War kein Problem. Schon bei der Installation fragt das Programm, welche Partition formatiert und welche gelöscht werden soll (wenn gewünscht). Wieder 20 Minuten später hatte ich mein neues Windows 7 auf der Platte.

Das Netzwerk wurde sofort erkannt.

Einige Treiber musste ich nachinstallieren.

NVIDIA GeForce 8400M GS – Grafikkarte

Conexant High Definition SmartAudio 221 – Soundkarte

sowie den Treiber für den Finger Print Sensor. Der allerdings liess sich über den Gerätemanager direkt per Treiberaktualisierung installieren.

Zuerst fiel mir auf, dass sich die Zeit des Hochfahrens wirklich rapide verkürzt hat. Früher konnte ich nebenbei eine Kanne Kaffee kochen, mit W7 dauert das Ganze keine 30 Sekunden.

Auch das Starten der Programme wie z.B das speicherintensive Office geht sehr flott. Das ist schon mal sehr zufrieden stellend. Nichts ist schlimmer als Gemächlichkeit, wenn etwas schnell gehen muss.

Ich selber spiele keine grafisch aufwendigen Games, weiß aber von meinem Sohn, dass er Probleme hatte, einige Spiele zu starten. Ich habe dann gegoogelt und sein Problemchen lösen können. Dazu habe ich aber bereits einen Artikel geschrieben und werde deshalb hier nicht nochmals darauf eingehen. Wer also Probleme mit Windows 7 und seinen Spielchen wie Sudden Strike o.ä hat, schaue bitte hier: Windows 7 und Spiele (Tages Protection Treiber)

explo

Was mir besonders gefällt, ist der überarbeitete Windows Explorer, den ihr unten links in der Taskleiste neben dem Startsymbol findet. Ein Rechtsklick auf den Windows Explorer und schön öffnete sich die Sprungliste. Ordner, Websites oder Dateien, die ihr oft braucht, könnt ihr einfach auf diesen Ordner ziehen und findet sie dann unter „Angeheftet“. Zudem findet ihr dort eure zuletzt verwendeten Dateien und Programme, wenn gewünscht. Die Einstellungen, was und ob überhaupt was angezeigt werden soll, übernehmt ihr, indem ihr rechts auf die Taskleiste klickt und auf Eigenschaften geht.

Klickt man links auf den Windows Explorer, öffnete sich die Bibliothek, in der ihr sämtliche Verknüpfungen anlegen könnt. Egal, ob auf der externen Festplatte oder im Netzwerk, legt eine Verknüpfung in der Bibliothek an und schon habt ihr schnellen Zugriff, ohne lange suchen zu müssen.

Die Sprunglisten im Allgemeinen finde ich Klasse. Dass diese mit Microsoft Programmen besser zusammen arbeiten als mit denen von Drittanbieten, ist selbstklärend. Trotzdem eine super Idee.

Programme, die ihr oft benötigt, könnt ihr in die Taskleiste ziehen. Geöffnete Programme sind mit einem milchigen Kästchen hinterlegt.

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Die neue Taskleiste ist sehr übersichtlich. Wo früher geöffnete Fenster auf der Taskleiste um Platz kämpften, sieht man heute eine hübsch angeordnete und vor allem übersichtliche Galerie. Fährt man mit der Maus über eines der geöffneten Programme/Dateien, erscheint eine Vorschau, sehr detailliert.

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Hier ein Beispiel mit dem Mozilla Firefox. Drei Websites befinden sich minimiert in der Taskleiste, fährt man mit der Maus über das Firefox-Symbol, erscheint auf dem Desktop eine Vorschau. Jetzt zur richtigen Website zu springen, ist ein Kinderspiel.

(Foto-Quelle: ZDnet.de)

Was mir auch sehr zusagt, ist die Vorschau innerhalb des Windows Explorers. Die dreispaltige Ansicht ermöglicht einem das direkte Ansehen (oder Anhören) von Videos, kompletten Dokumenten, Bildern und Musiktiteln, ohne eine Anwendung laden zu müssen.

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Um bei geöffneten Programmen und Dateien kurz den Desktop anzuzeigen, ohne das Programm zu minimieren, gehe man mit der Maus rechts in die Ecke der Taskleiste und halte die Maus, ohne zu drücken. Der Desktop wird kurz angezeigt. Alternativ kann man das Windowssymbol auf der Tastatur und gleichzeitig die Leertaste drücken. Sinn macht das in erster Linie, wenn man auf dem Desktop Minianwendungen abgelegt hat.

Die Minianwendungen sind von den Google Gadgets her bekannt – kleine Applikationen wie eine Uhr, Newsticker, RSS Reader, Wetteranzeige usw. Um eine Minianwendung auf dem Desktop anzuzeigen, klickt mit der rechten Maustaste auf eine leere Fläche des Desktops und geht auf „Minianwendungen“. Dort findet ihr eine kleine Auswahl. Weitere Gadgets könnt ihr auf der Website von Microsoft nachinstallieren. Ich persönlich bevorzuge als Google-Fan weiterhin meinen Google-Desktop und dessen Gadgets.

Toll finde ich auch die Lösung mit der Positionierung der Fenster. Schiebt man ein geöffnetes Fenster an den linken Rand, positioniert es sich dort, ein anderes zieht man an den rechten Rand… und schon hat man beide nebeneinander und kann an/mit beiden gleichzeitig arbeiten. Schüttelt man eines der Fenster, minimieren sich alle anderen. Tolle Sache, wenn man viele Fenster geöffnet hat.

Probleme mit Software, die ich auch unter Vista verwendet hatte und die mir am Herzen lag, hatte ich bisher nicht. Lediglich Perfekt FTP funktionierte nicht, was kein Beinbruch war. FileZilla macht es auch. Um mit älteren Programmen auch unter W7 arbeiten zu können, bringt W7 die Programmkompatibilität mit. Gebt unter Start in die Suchleiste einfach mal „komp“ ein – reicht schon. Dann wird euch „Programme ausführen, die für vorherige Versionen von Windwos entwickelt wurden“ angezeigt. Folgt den Anweisungen.

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Eine Liste kompatibler Programme und Hardware findet ihr auch im Windowskompatiblitätscenter.

Das soll es erst einmal gewesen sein. Ich werde nach und nach kleine Updates nachreichen.

Mehr Informationen zu den neuen Features in Windows 7 findet ihr unter: Windows 7 Produkt-Tour

Ich habe es in keiner Weise bereut, Windows 7 gekauft zu haben. Aus meiner Sicht war es gut angelegtes Geld und mit knapp 85 € (für die Home Premium) auch tatsächlich erschwinglich.

Erstes Fazit: Microsoft versprach einen schnellen und einfachen Computer… und hat sein Wort gehalten.

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